Dornbracht, Antonio Lupi, Schotten & Hansen. Wie Materialien die THOMAS-MANN-ALLEE definieren
- Das Parkett der THOMAS-MANN-ALLEE stammt aus der Manufaktur Schotten & Hansen in Peiting, gegründet 1984, mit 150 Mitarbeitern und 15 000 Quadratmetern Produktionsfläche. Veredelt wird mit natürlichen Ölen, Harzen und Wachsen, die Oberflächen sind regenerierbar und langlebig.
- Die Armaturen kommen von Dornbracht (Iserlohn), die Bäder von Antonio Lupi (Stabbia, Toskana), die Badewannen teils freistehend aus Cristalplant, Cristalmood oder Naturstein. Ergänzend wird in einigen Wohnungen Vola eingesetzt, die dänische Armaturenmarke, deren Klassiker Arne Jacobsen 1968 entworfen hat.
- Die Natursteinfassade folgt der Materialsprache des historischen Herzogparks und verbindet die Architektur von Landau + Kindelbacher mit der gewachsenen Substanz der umliegenden Villenkolonie aus der Zeit nach 1904.
Wer eine Wohnung an dieser Adresse kauft, kauft keine Quadratmeter. Er kauft Materialien. Eichenparkett, das in Peiting in Handarbeit veredelt wurde. Armaturen aus Iserlohner Tradition. Eine freistehende Badewanne aus der Toskana, deren Kanten in der Mai-Sonne zu schweben scheinen. Eine Natursteinfassade, die in fünfzig Jahren noch besser aussehen wird als heute. Es sind die Materialien, die die THOMAS-MANN-ALLEE definieren.
Schotten & Hansen: Das Parkett aus Peiting
Schotten & Hansen ist keine Marke, sondern eine Manufaktur. Gegründet 1984 im oberbayerischen Peiting, beschäftigt das Unternehmen heute 150 Mitarbeiter auf einer Produktionsfläche von 15 000 Quadratmetern. Ursprünglich aus der Restaurierung historischer Möbeloberflächen entstanden, hat sich Schotten & Hansen in vier Jahrzehnten zu einem der international gefragtesten Spezialisten für Holzböden und Innenausbau entwickelt. Yachten der oberen Klasse arbeiten mit ihnen, Hotelketten ebenso, Privathäuser, in denen der Boden über Jahrzehnte hinweg trägt.
Das Material an der THOMAS-MANN-ALLEE ist Eiche, in Dreischicht-Konstruktion mit massiver Deckschicht und Nadelholz-Träger. Die Oberflächen werden in der Manufaktur in Peiting in einem firmeneigenen Verfahren mit natürlichen Ölen, Harzen und Wachsen veredelt. Das Ergebnis: Ein Boden, der diffusionsoffen bleibt, mit der Luftfeuchte im Raum atmet und über Jahrzehnte regenerierbar ist. Wer Kratzer oder Verbrennungen hat, ruft den Service der Manufaktur, der die betroffene Stelle nachbehandelt. Abschleifen ist nicht notwendig.
Das Verlegemuster wird im Herzogpark traditionell als wilder Verband oder als Fischgrät ausgeführt. Beide Muster greifen das Erbe der Münchner Wohnkultur des frühen 20. Jahrhunderts auf. In der THOMAS-MANN-ALLEE folgt die Detaillierung der Holz-Innenarchitektur dem Anspruch, dass jeder Übergang, jede Sockelleiste, jeder Schwellenanschluss aus demselben Material gefertigt ist. Komplementäre Stufen, Türen, Wandverkleidungen sind möglich, oberflächengleich mit dem Boden, sodass das Holz die Wohnung ohne Bruch durchzieht.
Die Wirkung im Raum ist eine, die sich schwer beschreiben lässt. Wer einmal auf einem Schotten-&-Hansen-Boden gestanden hat, bemerkt die Veränderung im Trittklang, in der Wärmeempfindung, in der visuellen Tiefe der Maserung. Dies sind Details, die im Verkaufsgespräch oft untergehen, im täglichen Wohnen aber den Unterschied ausmachen.
Dornbracht: Die Armaturen aus Iserlohn
Dornbracht ist ein deutsches Familienunternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Iserlohn, seit Generationen im Bereich hochwertiger Bad- und Küchenarmaturen tätig. Die Marke gilt als deutsche Antwort auf die italienische Vola-Konkurrenz, mit einem klareren, technischeren Designanspruch, gerade Linien, präzise Bedienelemente, eine spürbare mechanische Qualität.
In der THOMAS-MANN-ALLEE werden Dornbracht-Armaturen in den Bädern eingesetzt. Welche Serien zum Einsatz kommen, hängt vom jeweiligen Bad und vom Käufer ab; Dornbracht bietet von der minimalistischen Tara über die ikonische CYO bis zur klassischen Lulu eine Bandbreite, die sich an unterschiedliche Architektursprachen anpassen lässt.
Was Dornbracht für eine Adresse wie die THOMAS-MANN-ALLEE so geeignet macht, ist nicht primär das Design, sondern die Substanz. Die Armaturen werden vollständig in Deutschland gefertigt, mit massiven Kupfer- oder Messinglegierungen, geprüften Kartuschen und Oberflächenbeschichtungen, die nach Jahrzehnten der Nutzung noch wie am ersten Tag wirken. Wer Dornbracht installiert, installiert für eine Wohnungsdauer von dreißig Jahren und mehr, ohne dass eine Erneuerung der Armaturen aus Verschleiß- oder Funktionsgründen nötig würde.
Antonio Lupi: Die Bäder aus der Toskana
Wenn das Parkett aus Bayern kommt und die Armatur aus dem Sauerland, dann hat die Innenarchitektur in den Bädern noch einen dritten Pol: Italien. Genauer: Stabbia, ein kleiner Ort in der Toskana zwischen Florenz und Pisa, in dem die Manufaktur Antonio Lupi seit 1950 sitzt.
Antonio Lupi begann in den frühen 1950er Jahren als Spiegelglaserei und Lampenwerkstatt. Heute ist das Unternehmen einer der international wichtigsten Anbieter für italienisches Bad-Design auf höchstem Niveau. Bekannt geworden ist die Manufaktur vor allem für ihre freistehenden Badewannen, die aus eigens entwickelten Materialien wie Cristalplant, Cristalmood oder Flumood gefertigt werden. Daneben Naturstein, vor allem aus den nahegelegenen Carrara-Steinbrüchen.
In der THOMAS-MANN-ALLEE finden Antonio-Lupi-Elemente in Form von Waschtischen, Spiegeln, Badaccessoires und in Teilen der Wohnungen als freistehende Wannen Anwendung. Die Modelle Reflex, Baìa oder Oasi mit ihren weichen organischen Formen aus halbtransparentem Material spielen in den größeren Bädern, deren Grundriss eine solche Wanne als zentralen Skulpturraum aufnehmen kann.
Cristalplant, eines der Schlüsselmaterialien Antonio Lupis, ist ein bio-basiertes Verbundmaterial aus mineralischen Komponenten und Acrylharz. Es fühlt sich warm an, ist seidenmatt, kratzfest, reparierbar und in seiner Optik einem hochwertigen Stein nahe, ohne dessen Gewicht. Für freistehende Wannen ist es das ideale Material: präzise formbar, mit Innen- und Außenfassen aus einem Guss, ohne sichtbare Nähte. Wer eine Wanne aus Cristalplant berührt, versteht warum Antonio Lupi mit Designern wie Carlo Colombo oder Francesco Lucchese zu einer Ikone des italienischen Bad-Designs geworden ist.
Vola: Die dänische Linie
Wo Antonio Lupi italienische Materialinnovation steht, vertritt Vola die nordische Reduktion. Die dänische Marke wurde 1968 mit einer Armaturen-Serie nach Entwurf des dänischen Architekten Arne Jacobsen weltbekannt. Das Konzept war damals revolutionär: Ein zylindrisches Auslaufrohr aus Edelstahl, ein dazu im rechten Winkel angeordneter Bedienhebel, alle technischen Komponenten in der Wand verborgen. Das Modell KV1 ist seit fünfundfünfzig Jahren in Produktion und gilt als Klassiker des modernen Industriedesigns.
In ausgewählten Wohnungen der THOMAS-MANN-ALLEE kommt Vola als Alternative oder Ergänzung zu Dornbracht zum Einsatz. Für Käufer, die einen klareren, skandinavischen Akzent setzen wollen, ist die Marke eine konsequente Wahl. Vola lässt sich mit der italienischen Großzügigkeit Antonio Lupis ebenso kombinieren wie mit der deutschen Präzision Dornbrachts.
Die Natursteinfassade
Außen schließt die THOMAS-MANN-ALLEE mit einer Natursteinfassade ab, die in der Materialsprache an die historische Bebauung des Herzogparks anschließt. Wer durch die Mauerkircherstraße geht, sieht Villen aus den Jahren zwischen 1906 und 1925, deren Sockelbereiche oft aus Bossenwerk, deren Erdgeschosse aus Werkstein und deren oberen Stockwerke aus Putzfassaden bestehen. Die heutige Architektur, vertreten durch Landau + Kindelbacher, übersetzt diese Materialhierarchie in eine zeitgenössische Sprache.
Die Wahl des Natursteins folgt einer langfristigen Logik. Ein Putzfassadenbau hat eine Lebensdauer von dreißig bis fünfzig Jahren, danach steht eine Sanierung an. Eine Natursteinfassade hält dreihundert Jahre, und sie wird in den nächsten dreihundert Jahren nicht schlechter aussehen, sondern besser, weil die Patina die Oberfläche veredelt. Wer im Herzogpark eine Wohnung mit Natursteinfassade kauft, kauft eine Substanz, die in einer Stadt, in der viele Neubauten nach zwanzig Jahren wieder eingerüstet werden müssen, eine eigene Wertkategorie darstellt.
Wie diese Materialien zusammenwirken
Die einzelnen Materialien haben ihren Wert. Was eine Wohnung an der THOMAS-MANN-ALLEE aber von einem hochwertig ausgestatteten Premium-Neubau in einer anderen Münchner Lage unterscheidet, ist die Konsequenz der Materialwahl.
Konsistenz: Jedes Material ist Manufakturware. Schotten & Hansen, Dornbracht, Antonio Lupi, Vola, Naturstein. Keine Serienproduktion aus dem Mittelstandssegment. Keine Industrieware aus dem Großhandel. Jedes Element hat eine Geschichte, einen Herkunftsort, einen Anspruch.
Reparierbarkeit: Holz, Stein, Massivmessing, Cristalplant, mineralische Verbundwerkstoffe. Alles Materialien, die nicht ausgetauscht, sondern erneuert werden. Wer in zwanzig Jahren feststellt, dass die Deckschicht seines Schotten-&-Hansen-Bodens an einer Stelle abgenutzt ist, lässt sie regenerieren, nicht ersetzen. Wer feststellt, dass eine Dornbracht-Armatur eine Kartusche tauschen muss, tauscht die Kartusche, nicht die Armatur.
Wertbeständigkeit: Diese Materialien werden nicht günstiger über die Zeit. Im Gegenteil. Eine handgefertigte Manufaktur-Eichenoberfläche aus Peiting aus dem Jahr 2025 ist 2055 schwerer zu beschaffen als heute, weil die Manufaktur sich verändert haben wird, weil die Lieferzeiten sich verlängern, weil Manufakturen wie diese seltener werden.
Häufig gestellte Fragen
Welches Holz wird in der THOMAS-MANN-ALLEE verbaut?
Eiche, in Dreischicht-Konstruktion mit massiver Deckschicht. Geliefert von der Manufaktur Schotten & Hansen aus Peiting, in Bayern. Alternative Hölzer sind auf Wunsch möglich. Die Oberflächen werden mit natürlichen Ölen, Harzen und Wachsen veredelt und sind regenerierbar.
Welche Armaturen-Marken werden in den Bädern eingesetzt?
In der Hauptlinie Dornbracht aus Iserlohn, in ausgewählten Wohnungen ergänzt durch Vola, die dänische Premium-Marke aus dem Hause Jacobsen.
Was bedeutet Antonio Lupi für die Bäder?
Antonio Lupi liefert Waschtische, Spiegel, Badaccessoires und in einigen Wohnungen freistehende Badewannen. Die freistehenden Wannen sind aus Cristalplant, Cristalmood oder Naturstein gefertigt, oft in der Manufaktur in Stabbia (Toskana) hergestellt nach Entwürfen italienischer Designer wie Carlo Colombo.
Welche Sicherheits- und Komfortmerkmale prägen die Innenarchitektur?
Liftlanding in vielen Wohnungen (Direktzugang aus dem Aufzug in die Wohnung), Kamine in einigen Wohnungen, Deckenkühlung in allen Wohnungen, RC3-Sicherheitsstandard durchgehend, Wallboxen an jedem Stellplatz. Die Tiefgarage ist mit einem Autoaufzug mit eigenem WLAN ausgestattet.
Warum Natursteinfassade?
Weil sie über dreihundert Jahre stabil bleibt, mit der Zeit Patina ansetzt und sich in die historische Materialsprache des Herzogparks einfügt. Eine Putzfassade hätte nach dreißig Jahren saniert werden müssen, eine Klinkerfassade hätte nicht in den Kontext gepasst. Der Naturstein folgt der Logik der umgebenden denkmalgeschützten Villenkolonie aus der Zeit nach 1904.
Was Materialien an einer Adresse bedeuten
Materialien sind keine Verkaufsargumente. Sie sind die Substanz, die eine Wohnung über Generationen trägt. In der THOMAS-MANN-ALLEE haben Architekten, Bauherr und Innenarchitekten eine Materialkombination gewählt, deren einzelne Komponenten in ihrer jeweiligen Kategorie zum Besten gehören, was Europa heute herstellt. Eiche aus Peiting. Armaturen aus Iserlohn. Bäder aus Stabbia. Vola aus Dänemark. Naturstein für die Fassade. Wer im Mai 2026 hier eine Wohnung bezieht, wohnt zwischen Manufakturware, deren Lebensdauer länger ist als die eines Käufers. Das ist, was Materialien an dieser Adresse bedeuten.
Quellen
- Schotten & Hansen - Unternehmen
- Schotten & Hansen - Boden
- Antonio Lupi - Termocenter
- Antonio Lupi - BADART
- Antonio Lupi Hamburg - FLAGSTONE
- Antonio Lupi - Dwellistore
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