Golfplätze rund um München: die wichtigsten Clubs

  • Rund um München liegen zahlreiche Golfclubs, viele in 20 bis 60 Minuten erreichbar; der Golfclub München Eichenried nordöstlich der Stadt ist „Home of the BMW International Open“.
  • Die BMW International Open ist das einzige DP-World-Tour-Turnier in Deutschland und findet seit 2019 dauerhaft in Eichenried statt, 2026 in der 37. Auflage.
  • Als besonders renommiert gelten der Münchener Golf Club (Straßlach/Thalkirchen), der Golfclub Feldafing am Starnberger See, der Golfclub Beuerberg und der Margarethenhof am Tegernsee.

München ist eine Golfstadt, auch wenn die Plätze außerhalb liegen. Im Umland reihen sich Clubs vom Welttournier-Niveau bis zum stillen Landclub, viele in einer halben Stunde erreichbar. Mit der BMW International Open in Eichenried hat die Region sogar ein Turnier der DP World Tour. Dieser Überblick stellt die wichtigsten Golfplätze rund um München vor.

Eichenried und die BMW International Open

Der bekannteste Platz der Region liegt nordöstlich der Stadt: der Golfclub München Eichenried an der Münchner Straße 57, rund 23 Kilometer vom Zentrum entfernt. Die großzügige 27-Loch-Anlage trägt den Titel „Home of the BMW International Open“, des einzigen Turniers der DP World Tour auf deutschem Boden. BMW veranstaltet es seit 1989; nachdem es lange zwischen Eichenried und dem Kölner Gut Lärchenhof gependelt hatte, wird seit 2019 nur noch in München gespielt, 2026 zum 37. Mal. Außerhalb der Turnierwoche ist Eichenried ein vielgenutzter Club, der mit dem Auto über die A9 wie mit öffentlichen Bussen erreichbar ist.

Für das Turnier wird aus den drei Schleifen ein anspruchsvoller Meisterschaftsplatz mit Par 72 zusammengesteckt, der sogenannte Old Course mit seinem spannenden Finish. Berühmt ist die 17, das „Dornröschenloch“, ein Par 3 mit Wasserhindernis. Der einzige deutsche Sieger des Turniers bleibt bislang Martin Kaymer, der 2008 gewann. Für Zuschauer ist die Turnierwoche Anfang Juli ein gesellschaftliches Ereignis, für Golfer ein seltener Blick auf die Weltspitze vor der eigenen Haustür. Mit einem Preisgeld in Millionenhöhe und einem Feld internationaler Topspieler ist die BMW International Open das Golfsportereignis des Landes; deutsche Profis wie Martin Kaymer und Matti Schmid gehören regelmäßig zum Starterfeld.

Die Traditionsclubs: Straßlach, Feldafing, Beuerberg

Das größte Prestige genießen die alten Mitgliederclubs. Der Münchener Golf Club mit seinen Anlagen in Straßlach-Dingharting südlich der Stadt und im innerstädtischen Thalkirchen zählt zu den traditionsreichsten und renommiertesten Clubs der Region, ein klassischer Mitgliederclub mit langer Geschichte. Der Golfclub Feldafing liegt am Starnberger See und gilt landschaftlich wie historisch als einer der elegantesten Plätze Bayerns, mit Blick über See und Alpen. Er zählt zu den ältesten Clubs der Region, und für viele ist die Runde hier so sehr Landschaftserlebnis wie Sport.

Noch zurückgezogener ist der Golfclub Beuerberg bei Eurasburg südlich von München, ein exklusiver Landclub, der für seine ruhige, hochwertige Anlage und sein gepflegtes Clubleben bekannt ist. Auch der St. Eurach Land- und Golfclub im Voralpenland gehört in diese Reihe; er war Mitte der 1990er Jahre selbst Austragungsort der BMW International Open. Diese Clubs verbindet ein hoher Anspruch an Platz, Privatsphäre und Mitgliederprofil. Wer hier spielt, schätzt die Ruhe und das gepflegte Umfeld oft ebenso wie die sportliche Herausforderung der Bahnen.

Am Wasser und am Berg: Wörthsee und Tegernsee

Westlich der Stadt liegt der Golfclub Wörthsee, ein landschaftlich schöner und sehr begehrter Club im Fünfseenland. Wer es alpiner mag, fährt zum Tegernsee: Der Golf- und Country Club Margarethenhof in Gmund verbindet einen hochwertigen Country-Club-Charakter mit einem Hotel- und Resortangebot und einer Lage am Alpenrand, die ihresgleichen sucht. Der Wörthsee wiederum punktet mit kurzer Anfahrt aus dem Münchner Westen und einem naturnahen, von alten Bäumen gesäumten Platz.

Diese Plätze stehen für eine andere Qualität des Golfens: Hier zählt nicht nur der Score, sondern die Landschaft. Ein Abschlag mit Blick auf die Berge oder den See macht aus einer Runde einen kleinen Ausflug. Entsprechend beliebt sind diese Clubs auch bei Gästen, die das Spiel mit einem Wochenende im Voralpenland verbinden. Am Margarethenhof etwa lässt sich die Runde mit einer Übernachtung im angeschlossenen Hotel verbinden, ein klassisches Golf-Wochenende am Alpenrand.

Mehr als Sport: der Club als Treffpunkt

Für viele Mitglieder ist der Golfclub mehr als ein Sportplatz. Er ist ein sozialer Ort, an dem man Geschäftspartner trifft, Freundschaften pflegt und das Wochenende mit der Familie verbringt. Das Clubhaus mit Restaurant und Terrasse, die Turniere und gesellschaftlichen Anlässe machen aus der Mitgliedschaft eine Zugehörigkeit, die über das Spiel hinausreicht. Auch für Familien sind die Clubs attraktiv, viele bieten Jugendtraining und eigene Angebote für Kinder.

Gerade in den traditionsreichen Clubs spielt dieses Miteinander eine große Rolle. Wer hier Mitglied wird, sucht nicht nur einen gepflegten Platz, sondern auch ein Umfeld von Menschen mit ähnlichen Ansprüchen. Das erklärt, warum eine Mitgliedschaft in den begehrten Clubs nicht allein eine Frage des Greenfees ist, sondern auch der Aufnahme, und warum manche Clubs Wartelisten führen.

Stadtnah und für Einsteiger

Nicht jeder Platz ist ein exklusiver Landclub. Stadtnahe Anlagen wie der Golfclub München-Riem mit seiner Toptracer-Driving-Range, der Golfclub Aschheim oder der Bavarian Golfclub in Eicherloh sind gut erreichbar und offener zugänglich. Sie sind ideal für den Einstieg, für die schnelle Runde nach Feierabend oder fürs Training auf der Range, und sie machen Golf in München zu einem Sport für viele, nicht nur für wenige.

Wer mit dem Golf beginnen will, macht meist zuerst die Platzreife in einer Golfschule oder auf einer öffentlichen Anlage. Danach steht der Weg offen: als Greenfee-Gast auf vielen Plätzen oder, bei den exklusiveren Clubs, über eine Mitgliedschaft. So lässt sich der Sport Schritt für Schritt erschließen, ohne gleich in einen der großen Clubs eintreten zu müssen. Bei den exklusiveren Clubs kommen zur jährlichen Mitgliedschaft oft einmalige Aufnahmegebühren hinzu; die genauen Konditionen halten die Clubs in der Regel auf Anfrage bereit. Für Vielreisende bieten manche Clubs zudem Fern- oder Zweitmitgliedschaften an.

Wann gespielt wird: die Saison

Die Golfsaison in Bayern reicht in der Regel von April bis in den Oktober, mit dem Sommer als Hochzeit. Gerade im Juni und Juli, wenn es bis spät hell bleibt, lässt sich nach Feierabend noch eine Runde spielen. Im Hochsommer weichen viele auf die frühen Morgenstunden oder den Abend aus, wenn die größte Hitze nachlässt.

Die Plätze am Alpenrand profitieren dabei von ihrer Lage: kühlere Luft, Bergblick und im Herbst ein Farbenspiel, das eine Runde besonders macht. Wer flexibel ist, spielt unter der Woche, wenn die Plätze leerer sind, und überlässt das Wochenende den Turnieren und dem geselligen Clubleben. Die ersten warmen Wochen im Frühjahr und der lange, milde Herbst gelten dabei vielen als die schönste Zeit auf dem Platz.

Häufig gestellte Fragen

Wo findet die BMW International Open statt?

Im Golfclub München Eichenried nordöstlich der Stadt. Es ist das einzige Turnier der DP World Tour in Deutschland und wird seit 2019 dauerhaft dort ausgetragen, 2026 zum 37. Mal. Gespielt wird in der Regel Anfang Juli.

Welche Golfclubs gelten als die exklusivsten?

Als besonders renommiert gelten der Münchener Golf Club in Straßlach, der Golfclub Feldafing am Starnberger See, der Golfclub Beuerberg und der Margarethenhof am Tegernsee. Es handelt sich überwiegend um Mitgliederclubs mit langer Tradition. Daneben hat aber fast jeder Platz der Region seinen eigenen Reiz, ob durch die Lage, den Platzcharakter oder das Clubleben.

Kann man als Gast ohne Mitgliedschaft spielen?

Auf vielen Anlagen ja, gegen Greenfee und meist mit Nachweis der Platzreife oder eines Handicaps. Die exklusivsten Clubs sind zurückhaltender und setzen teils eine Einführung durch ein Mitglied voraus, während stadtnahe Anlagen deutlich offener sind.

Wie fängt man mit dem Golf an?

In der Regel mit der Platzreife in einer Golfschule oder auf einer öffentlichen Anlage, oft an einem Wochenende oder in einem Kurs. Anschließend kann man als Greenfee-Gast spielen oder Mitglied werden; bei gefragten Clubs gibt es mitunter Wartelisten und Aufnahmegebühren. Wer regelmäßig spielt, fährt mit einer Mitgliedschaft meist günstiger als mit einzelnen Greenfees.

Der Abschlag vor der Stadt

Golf gehört in München zu den selbstverständlichen Freizeitmöglichkeiten, gerade weil die Stadt von einem Kranz hochwertiger Plätze umgeben ist. Vom Turnierplatz in Eichenried über die Traditionsclubs im Süden bis zu den Alpenrandplätzen am Tegernsee ist für jeden Anspruch etwas dabei, und das meiste liegt in einer halben bis ganzen Stunde Fahrt. Diese Mischung aus Stadt und Umland macht den Reiz des Standorts aus. So wird der Golftag, ob die schnelle Feierabendrunde oder das ausgedehnte Wochenende am See, zu einem festen Bestandteil des Münchner Lebensgefühls, im Sommer wie im goldenen Herbst.

Unsere Projekte liegen dabei verkehrsgünstig zu den Plätzen im Süden und Osten. Vom Haus Königswiese in Altbogenhausen wie von den MAX HÖFE in der Maxvorstadt erreicht man die Clubs in Straßlach, am Starnberger See oder am Tegernsee in überschaubarer Zeit. Wer den Sport liebt, hat hier die Wahl zwischen der schnellen Runde stadtnah und dem ausgedehnten Golftag im Voralpenland.

Quellen

  1. golf.de, BMW International Open: das Event in München von A bis Z
  2. Golfpost, BMW International Open (Austragungsort und Historie)
  3. Golfclub München Eichenried, Home of the BMW International Open
  4. BMW Group Presse, Fakten aus 36 Jahren Turniergeschichte (Austragungsorte)
  5. Golfpost, Golf in München (Clubübersicht)
Pierre Legrand

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