Münchens Architektur-Geschichte in zehn Epochen: Was die Stadt zu dem macht, was sie ist

  • München wurde 1158 als Brückensiedlung an der Isar gegründet und entwickelte sich über die Jahrhunderte zur kurfürstlichen, dann königlichen Residenz und schließlich zur modernen Großstadt. Die architektonische Schichtung dieser Entwicklung ist im Stadtbild bis heute ablesbar.
  • Zehn Epochen prägen das heutige München: mittelalterliche Gotik, Renaissance, Barock, Klassizismus unter Leo von Klenze, Maximilianstil, Gründerzeit, Jugendstil, Zwischenkriegsmoderne, Nachkriegswiederaufbau mit Olympia 1972 sowie die Postmoderne und Gegenwart.
  • Diese Schichtung ist kein Nebeneinander zufälliger Stile, sondern eine bewusste Folge städtebaulicher Programme, die durch Bauherren wie Ludwig I., Ludwig II. und die Stadtväter der Nachkriegsära getragen wurden. Wer die Epochen kennt, liest die Stadt anders.

München zu lesen heißt, ein Palimpsest zu entschlüsseln. Auf jedem Stein liegen Spuren früherer Stile. Wer den Marienplatz überquert, geht durch acht Jahrhunderte Architektur. Wer die Maximilianstraße entlang geht, sieht königliches Selbstverständnis. Wer den Olympiapark betritt, betritt eine demokratische Wende. Zehn Epochen, in deren Schichtung das München von heute lebt.

Epoche 1: Mittelalter und Gotik (1158 bis 1500)

München wurde 1158 unter Heinrich dem Löwen als Brückensiedlung an der Isar gegründet, an der Stelle einer älteren Münchhausen-Niederlassung der Mönche von Tegernsee. Aus dieser Markt- und Mautstation entwickelte sich rasch eine ummauerte Stadt, deren Grundriss mit drei Toren (Karlstor, Sendlinger Tor, Isartor) bis heute den Altstadtring bestimmt.

Architektonisch dominierte das 12. bis 15. Jahrhundert die Backsteingotik des bayerischen Bautyps. Die Frauenkirche, zwischen 1468 und 1488 von Jörg von Halsbach errichtet, ist das Wahrzeichen dieser Epoche. Mit ihren zwei charakteristischen welschen Hauben (die erst 1525 aufgesetzt wurden) prägt sie das Münchner Stadtsilhouette bis heute. Das Alte Rathaus am Marienplatz, in seiner heutigen Form aus dem späten 15. Jahrhundert, ergänzt das gotische Ensemble. Auch die Heilig-Geist-Kirche und das Isartor zeugen vom spätmittelalterlichen München.

Die mittelalterliche Bausubstanz Münchens hat den Zweiten Weltkrieg nur in Teilen überstanden. Die Frauenkirche wurde schwer beschädigt, das Alte Rathaus brannte aus. Beide Bauten wurden originalgetreu wiederaufgebaut. Wer heute durch die Altstadt geht, sieht in der Substanz oft Wiederaufbau, in der Form jedoch das Mittelalter.

Epoche 2: Renaissance (16. Jahrhundert)

Mit dem Aufstieg der Wittelsbacher zur bayerischen Landesherrschaft begann im 16. Jahrhundert eine erste großherzogliche Bauphase im Stil der italienischen Renaissance.

Herzog Albrecht V. ließ ab 1568 das Antiquarium in der Münchner Residenz errichten, eines der größten Renaissance-Säle nördlich der Alpen, mit gewölbter Tonne und über 100 Metern Länge. Es war ursprünglich als Bibliotheks- und Sammlungsraum für die herzoglichen Antikensammlungen konzipiert.

Die Michaelskirche an der Neuhauser Straße, zwischen 1583 und 1597 errichtet, war der größte Renaissance-Kirchenbau nördlich der Alpen und der erste Jesuiten-Großkirchenbau Deutschlands. Sie spielt eine zentrale Rolle in der Architekturgeschichte als Vermittlung der italienischen Hochrenaissance an den bayerischen Hof.

Die Renaissance bleibt in München eine eher seltene Epoche, schnell überlagert vom Barock. Doch wer das Antiquarium betritt oder vor der Michaelskirche steht, erlebt eine architektonische Sprache, die das spätere München fundamental prägen sollte.

Epoche 3: Barock und Rokoko (17. und 18. Jahrhundert)

Mit der Gegenreformation und der Stärkung der katholischen Konfession in Bayern begann ab dem späten 17. Jahrhundert die Epoche, in der München sein heutiges barockes Gesicht erhielt.

Die Theatinerkirche am Odeonsplatz, ab 1663 nach Plänen italienischer Architekten errichtet und 1768 von François Cuvilliés mit der Rokokofassade vollendet, ist das Wahrzeichen des Münchner Barock. Schloss Nymphenburg entwickelte sich zwischen 1664 und dem späten 18. Jahrhundert zu einer der größten Schlossanlagen Europas, mit ausgedehnten Parkanlagen und Lustschlössern.

Die Asamkirche in der Sendlinger Straße, ein winziger, aber prachtvoller Privatbau der Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam, ist das herausragende Werk des bayerischen Hochbarock. Erbaut 1733 bis 1746, vereint sie Architektur, Malerei und Skulptur zu einem Gesamtkunstwerk.

Im Rokoko, der spätbarocken Endphase, ist Cuvilliés der prägende Architekt. Das Cuvilliés-Theater in der Residenz, 1751 bis 1755 als kleines Hoftheater errichtet, gilt als eines der schönsten Rokoko-Theater Europas. Die Amalienburg im Schlosspark Nymphenburg, 1734 bis 1739 nach Cuvilliés' Entwurf gebaut, ist Höhepunkt des bayerischen Rokoko.

Epoche 4: Klassizismus (frühes 19. Jahrhundert)

Mit der Erhebung Bayerns zum Königreich 1806 und der Regierung Ludwigs I. (1825 bis 1848) begann eine der städtebaulich folgenreichsten Epochen Münchens. Der König setzte sich zum Ziel, München zu einem „neuen Athen" zu machen und beauftragte Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner mit der Umsetzung.

Leo von Klenze prägte das München des 19. Jahrhunderts wie kein zweiter Architekt. Der Königsplatz mit Propyläen, Glyptothek und Antikensammlung wurde von ihm konzipiert und als ideales Pendant zur Athener Akropolis gestaltet. Die Ludwigstraße, die als Prachtstraße zwischen Hofgarten und Siegestor angelegt wurde, wechselt zwischen klassizistischen und italienisch-rundbogenstilistischen Abschnitten. An ihrem nördlichen Ende, dem Siegestor, schließt sich Schwabing an.

Die Walhalla bei Regensburg und die Befreiungshalle bei Kelheim, beides Klenze-Bauten, dokumentieren die Ambitionen des bayerischen Klassizismus weit über München hinaus.

Klenzes Sprache: monumental, klar, italienisch inspiriert. Wer durch die Ludwigstraße geht, geht durch die Vision eines Königs, der München zur Weltstadt machen wollte und dafür den klassizistischen Maßstab wählte.

Epoche 5: Maximilianstil und Historismus (Mitte 19. Jahrhundert)

Ludwig I. dankte 1848 unter dem Druck der Revolution ab. Sein Nachfolger Maximilian II. setzte die städtebaulichen Ambitionen fort, aber mit einer eigenen ästhetischen Linie.

Die Maximilianstraße, ab 1852 angelegt, war ein expliziter Gegenentwurf zur Ludwigstraße. Statt klassizistischer Strenge eine breitere, lockerer bebaute Achse mit Bauten im sogenannten Maximilianstil, einer Mischung aus englischer Tudor-Gotik und norddeutschen Backsteinbauten. Das Maximilianeum am östlichen Ende, ab 1857 errichtet, ist der prominente Endpunkt.

Auch das Bayerische Nationalmuseum in seiner ersten Ausbaustufe, das Münchner Hauptbahnhof in seiner ersten Fassung und zahlreiche Ministerialbauten stammen aus dieser Phase. Der Maximilianstil bleibt eine bayerische Eigenheit, kaum exportiert.

Mit der Industrialisierung und dem Aufschwung der zweiten Jahrhunderthälfte beginnt parallel der Historismus, der frühere Epochen zitiert und kombiniert. Neugotische Kirchen, neorenaissanceartige Bürgerhäuser, neobarocke Repräsentationsbauten entstehen in dichter Folge.

Epoche 6: Gründerzeit (1870 bis 1900)

Nach der Reichsgründung 1871 erlebte München wie alle deutschen Großstädte einen Bauboom. Die Stadt wuchs von rund 170 000 Einwohnern 1875 auf über 500 000 um die Jahrhundertwende. Diese Verdoppelung der Bevölkerung führte zu einer flächendeckenden Erschließung der Vorstadtgebiete.

Die typische Gründerzeitarchitektur findet sich heute in den Vierteln, die zwischen 1870 und 1900 entstanden: das nördliche Lehel, weite Teile der Maxvorstadt, Schwabing, Au, Haidhausen, Altbogenhausen. Charakteristisch sind die fünf- bis sechsgeschossigen Mietshäuser mit Stuckfassaden, Erkern, Balkonen und Innenhöfen.

In der gehobenen Variante der Spätgründerzeit entwickelten sich die Villenviertel: die Möhlstraße in Altbogenhausen, die Maria-Theresia-Straße, die Hompeschstraße, der Herzogpark in seiner ersten Anlagephase. Hier entstanden freistehende Wohnhäuser im historistischen Stil, oft mit neogotischen oder neorenaissanceartigen Anklängen, häufig von Architekten wie Emanuel von Seidl entworfen.

Das Prinzregententheater, 1900 bis 1901 von Max Littmann errichtet, ist ein Höhepunkt der späten Gründerzeit und steht am Übergang zum Jugendstil.

Epoche 7: Jugendstil (1895 bis 1914)

Der Jugendstil hat in München eine besondere Bedeutung, weil der Begriff selbst von der Münchner Zeitschrift „Jugend" abgeleitet ist, die ab 1896 erschien und der Bewegung ihren deutschen Namen gab.

Die Villa Stuck am Prinzregentenplatz, 1897 bis 1898 von Franz von Stuck als Wohn- und Atelierhaus errichtet, ist eines der frühen und prägnanten Beispiele des Münchner Jugendstils. Das Hildebrandhaus an der Maria-Theresia-Straße, von Adolf von Hildebrand 1897 bis 1898 erbaut, zeigt eine ähnliche Synthese aus Reform-Architektur und ornamentaler Klarheit.

In der Wohnungsarchitektur fand der Jugendstil seinen Ausdruck in den Stuckfassaden zahlreicher Mietshäuser in Schwabing und der Maxvorstadt. Charakteristisch sind organische Ornamente, vegetabile Motive, asymmetrische Fenstereinfassungen und die Kombination von Glas, Stein und Schmiedeeisen.

Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 endete die Jugendstil-Epoche abrupt. Was an Münchner Jugendstil heute noch existiert, ist Teil des denkmalgeschützten Altbaubestands, der zu den begehrtesten Adressen der Stadt zählt.

Epoche 8: Zwischenkriegszeit (1918 bis 1945)

Die Zwischenkriegszeit ist eine Epoche der architektonischen Brüche. In der Weimarer Republik suchten Architekten und Bauherren nach einer Moderne, die sich von Historismus und Jugendstil löste.

Die Borstei in Moosach, ab 1924 von Bernhard Borst errichtet, war eine vorbildlich gestaltete Wohnsiedlung mit etwa 750 Wohnungen, die Reformwohnen, hochwertige Materialqualität und Gartenstadt-Konzepte verband. Sie steht für eine moderate Moderne, die in München parallel zum radikaleren Bauhaus in Dessau und Weimar entwickelt wurde.

Auch die Heimatstil-Architektur fand in München weiter Anhänger, vor allem in den Außenbezirken. Sie verband regionale Bautraditionen mit modernen Wohnkonzepten.

Mit der NS-Diktatur ab 1933 erlebte München als „Hauptstadt der Bewegung" eine architektonische Umgestaltung, die vor allem den Königsplatz und das Umfeld der Brienner Straße betraf. Das Haus der Kunst (damals Haus der Deutschen Kunst), 1933 bis 1937 von Paul Ludwig Troost errichtet, ist das prominenteste Bauwerk dieser Phase. Die monumentale Sprache der NS-Architektur lebte als Hypothek der Stadt fort, der sich München nach 1945 entschieden entgegenstellte.

Im Zweiten Weltkrieg wurde München massiv beschädigt. Schätzungen zufolge waren über 50 Prozent der Bausubstanz zerstört oder schwer beschädigt.

Epoche 9: Nachkriegswiederaufbau und Olympia (1945 bis 1980)

Der Wiederaufbau Münchens folgte dem Prinzip der historischen Rekonstruktion. Anders als manche andere deutsche Großstadt entschied sich München, das mittelalterliche Stadtbild zu erhalten, statt eine moderne Innenstadt zu errichten. Diese Entscheidung war städtebaulich folgenreich und prägt das Münchner Selbstverständnis bis heute.

Die Frauenkirche, das Alte Rathaus, das Cuvilliés-Theater wurden originalgetreu wiederhergestellt. Auch viele Mietshäuser der Gründerzeit wurden in ihrer ursprünglichen Form wiederaufgebaut, wo die Substanz es zuließ.

Den architektonischen Höhepunkt dieser Epoche bilden die Olympischen Sommerspiele 1972. Der Olympiapark mit dem Zeltdach von Günter Behnisch und Frei Otto, gebaut zwischen 1968 und 1972, war eine bewusst antimonumentale Architektur. Die transparenten Plexiglas-Dächer über Stadion, Halle und Schwimmhalle, abgehängt von Pylonen, sind bis heute eine der bedeutendsten Bauingenieurs-Leistungen des 20. Jahrhunderts und ein Wahrzeichen der jungen Bundesrepublik.

Der Olympiapark steht für die demokratische Wende. Nach 1936 in Berlin wollte München 1972 eine Architektur zeigen, die nicht autoritär repräsentiert, sondern offen einlädt. Das Konzept der „Olympischen Spiele im Grünen", der „kurzen Wege" und der „heiteren Spiele" verband sich mit der Architektur zu einer geistigen Aussage.

Parallel entstanden die U-Bahn-Linien, die S-Bahn, der Mittlere Ring, die Fußgängerzone in der Innenstadt. München wurde innerhalb weniger Jahre zur Großstadt der Nachkriegszeit.

Epoche 10: Postmoderne und Gegenwart (ab 1980)

Nach Olympia 1972 setzte sich München architektonisch unterschiedlich fort. In den 1980er und 1990er Jahren prägten Bauten wie das Künstlerhaus am Lenbachplatz (Norman Foster, 2002), die BMW-Welt (Coop Himmelb(l)au, 2007), die Allianz Arena (Herzog und de Meuron, 2005) das postmoderne und zeitgenössische München.

Im Wohnungsbau brachten die Stadtentwicklungsgebiete Riem (Messestadt Riem ab Mitte der 1990er Jahre) und das Werksviertel-Mitte am Ostbahnhof neue Quartiere mit zeitgenössischer Architektur.

In den Premium-Lagen blieb die Substanz prägend. Bauträger wie Landau + Kindelbacher, Allmann Sattler Wappner, Hild und K entwickelten ein zeitgenössisches Vokabular, das die historische Materialsprache der Münchner Altbauviertel achtet, ohne sie zu kopieren. Neubauten in Altbogenhausen, im Herzogpark oder in der Maxvorstadt fügen sich in das gewachsene Stadtbild ein, mit modernen Grundrissen und zeitgenössischer Materialtechnik.

Diese Zurückhaltung ist eine bewusste Wahl. Anders als Frankfurt oder Berlin hat München seine Innenstadt nicht durch Hochhausbauten neu definiert. Die Innenstadt bleibt im Maßstab des 19. Jahrhunderts, die zeitgenössische Architektur ergänzt, ohne zu ersetzen. Das ist eine Form von architektonischer Demut, die der Stadt ihre Identität bewahrt.

Häufig gestellte Fragen

Welche Epoche hat München am stärksten geprägt?

In der Bausubstanz die Gründerzeit (1870 bis 1900), in der Stadtanlage der Klassizismus (frühes 19. Jahrhundert). Die Gründerzeit lieferte die meisten heute noch bewohnten Mietshäuser, der Klassizismus die Stadtachsen Ludwigstraße, Brienner Straße und Königsplatz. Beide Epochen sind für das Münchner Stadtbild unverzichtbar.

Wer waren die wichtigsten Architekten Münchens?

Leo von Klenze (Klassizismus), Friedrich von Gärtner (Maximilianstil), François Cuvilliés (Rokoko), die Brüder Asam (Barock), Max Littmann (Gründerzeit), Franz von Stuck und Adolf von Hildebrand (Jugendstil), Paul Ludwig Troost (NS-Zeit), Günter Behnisch und Frei Otto (Olympiabauten). Sie alle haben die Stadt in ihrer Epoche entscheidend geprägt.

Was unterscheidet die Münchner Architektur von anderen deutschen Großstädten?

Die Schichtung. München ist eine der wenigen deutschen Großstädte, in denen alle Epochen zwischen Mittelalter und Gegenwart in nennenswerter Substanz präsent sind. Der historische Wiederaufbau nach 1945 hat das gewährleistet, im Gegensatz zu Städten, die sich nach dem Krieg moderner neu definiert haben.

Welche Rolle spielt der Denkmalschutz heute?

Eine erhebliche. Weite Teile der Maxvorstadt, des Lehels, Schwabings und Altbogenhausens stehen unter Ensembleschutz. Einzelne Bauten in nahezu allen Stadtteilen sind als Einzeldenkmal eingetragen. Die Denkmalpflege ist eine zentrale Größe in der Münchner Bauplanung und prägt sowohl Sanierungen als auch Neubauten in den historischen Quartieren.

Wie geht moderne Architektur mit dem historischen Erbe um?

Mit Zurückhaltung. Anders als in Frankfurt oder Berlin wurden in München keine ausgedehnten Hochhausquartiere in der Innenstadt errichtet. Zeitgenössische Bauten in den historischen Vierteln folgen meist der Höhenlinie, dem Maßstab und der Materialsprache des Bestands, mit moderner Innenraumgestaltung und zeitgenössischer Technik.

Wo lässt sich die Stadtgeschichte am besten ablesen?

Bei einem Spaziergang von der Frauenkirche (Gotik) über das Alte Rathaus (Spätgotik), die Residenz (Renaissance bis Rokoko), die Ludwigstraße (Klassizismus), die Maximilianstraße (Maximilianstil), das Prinzregententheater (Spätgründerzeit), die Villa Stuck (Jugendstil), das Haus der Kunst (NS-Zeit), den Olympiapark (Nachkriegsmoderne) bis zur BMW-Welt (Gegenwart). Ein Tag, neun Epochen.

Eine Stadt, die ihre Geschichte trägt

München ist keine moderne Stadt, die ihre Vergangenheit überschrieben hat. Es ist keine historische Stadt, die in ihrer Vergangenheit verharrt. München ist eine Stadt, die ihre Geschichte trägt und in dieser Schichtung ihre Identität findet. Wer die zehn Epochen kennt, sieht beim nächsten Spaziergang durch die Innenstadt, durch das Lehel, durch Schwabing oder durch Bogenhausen anders. Die Frauenkirche, das Antiquarium, die Asamkirche, die Glyptothek, das Maximilianeum, ein Stuck-Mietshaus, das Hildebrand-Haus, der Olympiapark, ein zeitgenössischer Premium-Neubau. Acht Jahrhunderte, alle gleichzeitig sichtbar. Das ist München.

Quellen

  1. Geschichte Münchens - Wikipedia
  2. Olympiapark München - MünchenArchitektur
  3. Bauen für eine offene Gesellschaft - Behnisch
  4. Die Olympiastadt München - Architekturmuseum TUM
  5. Leo von Klenze - Wikipedia
  6. Frauenkirche München - Wikipedia

 

Irmela Schwab

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